Aber sie verschweigt verdammt viel! 🤣
Warum du trotz gleichbleibendem Gewicht Fortschritte machen kannst und weshalb deine Muskeln ab 40 wichtiger werden.
Kennst du das?
Du ernährst dich ketogen. Du fühlst dich gut. Deine Hose sitzt lockerer. Der Bauch schaut irgendwie flacher aus. Vielleicht hast du sogar angefangen, regelmäßig Sport zu machen.
Und dann kommt dieser eine Moment.
Du steigst auf die Waage.
NICHTS.
Kein Gramm weniger.
Die Waage steht da und schaut dich quasi an, als würde sie sagen: „Na? War wohl nix mit deinem gesunden Lebensstil!“ 🤣
Und schon beginnt das Gedankenkarussell.
Esse ich zu viel? Zu wenig? Zu viel Fett? Zu viel Protein? Muss ich jetzt auch noch Kalorien zählen? Oder liegt’s einfach an den Wechseljahren?
STOPP!
Bevor du jetzt deine gesamte Ernährung infrage stellst und beschließt, künftig nur noch von Wasser und guter Laune zu leben, möchte ich dir etwas erklären.
Dein Körper ist nämlich wesentlich mehr als die Zahl, die morgens auf deiner Waage erscheint.
Und gerade für uns Frauen ab 40 ist es höchste Zeit, dass wir anfangen, ein bisserl anders über unseren Körper nachzudenken.
Heute geht es deshalb um Muskeln, Körperfett, Hormone, die Wechseljahre und eine ziemlich wichtige Frage:
Was bedeutet es eigentlich, wenn wir sagen, dass wir abnehmen möchten?
1. Ein Kilo ist ein Kilo. Aber was steckt dahinter?
Fangen wir mit etwas ganz Einfachem an.
Deine Waage misst dein Körpergewicht.
Punkt.
Sie weiß allerdings nicht, woraus dieses Gewicht besteht.
Denn dein Körper besteht unter anderem aus Muskeln, Körperfett, Knochen, Organen, Blut und anderen Körperflüssigkeiten. Und ja, auch dein Magen- und Darminhalt bringt Gewicht auf die Waage.
Deine Waage unterscheidet nicht zwischen diesen Bestandteilen. Sie wirft einfach alles zusammen und präsentiert dir eine Zahl.
Herzlichen Glückwunsch. Sehr hilfreich. 🤣
Dabei macht es einen gewaltigen Unterschied, ob du Körperfett verlierst, Muskelmasse aufbaust oder gerade einfach nur mehr Wasser eingelagert hast.
Stell dir zwei Frauen vor, die gleich groß sind und beide 75 Kilogramm wiegen.
Die eine hat einen höheren Körperfettanteil und weniger Muskelmasse. Die andere betreibt regelmäßig Krafttraining und hat mehr Muskeln.
Beide wiegen exakt gleich viel.
Trotzdem können sich ihre Körperzusammensetzung, ihre Körperform und ihre körperliche Leistungsfähigkeit deutlich unterscheiden.
Und genau hier liegt der entscheidende Punkt.
Wir sollten nicht ausschließlich versuchen, leichter zu werden. Wir sollten vor allem darauf achten, möglichst viel wertvolle Muskelmasse zu erhalten.
Denn die brauchen wir. Und zwar nicht nur, damit die Jeans besser sitzt.
2. Ab 40 bekommen deine Muskeln eine völlig neue Bedeutung
Früher haben wir uns vielleicht hauptsächlich dafür interessiert, wie wir ein paar Kilos loswerden.
Heute sollten wir uns mindestens genauso dafür interessieren, wie wir unsere Muskeln behalten.
Warum?
Weil wir mit zunehmendem Alter dazu neigen, Muskelmasse und Muskelkraft zu verlieren. Wie schnell das passiert, hängt unter anderem von Bewegung, Ernährung, Erkrankungen und individuellen Voraussetzungen ab.
Und dann kommen bei uns Frauen auch noch die Wechseljahre dazu.
Na wunderbar. Als hätten wir nicht schon genug Unterhaltung! 🤣
Durch die hormonellen Veränderungen kann sich die Körperzusammensetzung verändern. Insbesondere das Fettgewebe verteilt sich häufig anders. Viele Frauen bemerken, dass sich zunehmend Fett am Bauch ansammelt, obwohl sich auf der Waage gar nicht besonders viel verändert hat.
Gleichzeitig wird der Erhalt unserer Muskelmasse immer wichtiger.
Und das ist keine reine Frage der Optik.
Unsere Muskeln helfen uns dabei, unseren Blutzucker zu regulieren, unsere Gelenke zu stabilisieren und langfristig körperlich leistungsfähig zu bleiben.
Sie sind außerdem ein wichtiger Bestandteil unseres Energieverbrauchs.
Allerdings möchte ich gleich mit einem beliebten Mythos aufräumen: Ein zusätzliches Kilo Muskeln verbrennt nicht plötzlich Hunderte zusätzliche Kalorien pro Tag.
Schön wär’s! Dann würden wir alle mit Hanteln schlafen. 🤣
Der zusätzliche Energieverbrauch durch mehr Muskelmasse ist in Ruhe vergleichsweise gering. Die gesundheitlichen Vorteile von Muskeln gehen aber weit über den Kalorienverbrauch hinaus.
Muskeln sind eine Investition in deine Gesundheit und deine Selbstständigkeit im Alter.
Und weißt du, was besonders erfreulich ist?
Es ist keineswegs zu spät, mit Krafttraining anzufangen.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Frauen auch nach den Wechseljahren ihre Muskelkraft durch regelmäßiges Krafttraining verbessern können.
Mit anderen Worten:
Auch wenn du schon mitten in den Wechseljahren steckst, kannst du noch Muskeln aufbauen.
Deine Muskeln haben nämlich keinen Kalender, auf dem steht: „Sorry, ab 45 geschlossen!“
3. Warum du schlanker werden kannst, ohne leichter zu werden
Jetzt wird es richtig interessant.
Angenommen, du beginnst mit Krafttraining. Gleichzeitig ernährst du dich ausgewogen, achtest auf deine Proteinversorgung und verlierst über mehrere Monate Körperfett.
Im gleichen Zeitraum baust du Muskelmasse auf.
Dann kann es passieren, dass sich dein Körper sichtbar verändert, während sich dein Gewicht kaum bewegt.
Ein vereinfachtes Rechenbeispiel:
Du wiegst zu Beginn 75 Kilogramm.
Im Laufe der nächsten Monate verlierst du zwei Kilogramm Körperfett und baust gleichzeitig zwei Kilogramm Muskelmasse auf.
Was zeigt deine Waage?
75 Kilogramm.
NA GRATULIERE! 🤣
Die Waage zeigt dasselbe Gewicht.
Dein Körper hat sich trotzdem verändert.
Natürlich ist das ein vereinfachtes Beispiel. In der Realität verändern sich zusätzlich häufig der Wasserhaushalt und weitere Körperbestandteile. Außerdem benötigt der Aufbau von zwei Kilogramm Muskelmasse Zeit und entsprechendes Training.
Und nein, Muskeln wiegen nicht mehr als Fett.
Ein Kilogramm Muskeln wiegt selbstverständlich genauso viel wie ein Kilogramm Fett.
Muskelgewebe ist allerdings dichter als Fettgewebe und benötigt deshalb bei gleichem Gewicht weniger Platz.
Genau deshalb können sich Körperumfang und Körperform verändern, ohne dass die Waage einen entsprechenden Unterschied anzeigt.
Jetzt verstehst du vielleicht auch, warum ich es so wichtig finde, dass wir unseren Erfolg nicht ausschließlich in Kilogramm messen.
Denn möglicherweise hast du Fortschritte gemacht, die deine Waage schlicht nicht erkennt.
4. Und was hat das Ganze jetzt mit Keto zu tun?
Eine ganze Menge!
Die ketogene Ernährung kann ein hilfreiches Werkzeug sein, wenn du Körperfett reduzieren möchtest.
Aber Keto allein baut keine Muskeln auf.
Und Keto garantiert dir auch nicht, dass du während einer Gewichtsabnahme ausschließlich Körperfett verlierst.
Genau deshalb sollten wir darauf achten, wie wir abnehmen.
Wenn du über längere Zeit deutlich weniger Energie zuführst, als dein Körper benötigt, und gleichzeitig weder ausreichend Protein aufnimmst noch deine Muskeln regelmäßig belastest, riskierst du, neben Körperfett auch Muskelmasse zu verlieren.
Das ist gerade mit zunehmendem Alter etwas, das wir möglichst vermeiden möchten.
Hier kommen drei wichtige Bausteine ins Spiel:
Baustein 1: Protein
Protein liefert deinem Körper die Aminosäuren, die er unter anderem benötigt, um Muskelgewebe aufzubauen und zu erhalten.
Wie viel Protein du tatsächlich benötigst, hängt von verschiedenen Faktoren ab: beispielsweise deinem Körpergewicht, deiner Aktivität, deinem Alter und deinem Gesundheitszustand.
Dabei gilt weder „je mehr, desto besser“ noch „möglichst wenig, damit ich in Ketose bleibe“.
Es geht um eine bedarfsgerechte Versorgung.
Baustein 2: Krafttraining
Deine Muskeln brauchen einen Grund, um zu wachsen beziehungsweise erhalten zu bleiben.
Und dieser Grund heißt Belastung.
Du musst dafür nicht täglich ins Fitnessstudio laufen.
Aber deine Muskeln sollten regelmäßig gefordert werden.
Baustein 3: Ausreichend Energie
Keto bedeutet nicht, möglichst wenig zu essen.
Wenn du dauerhaft zu wenig Energie zuführst, kann das unter anderem deine Regeneration und Trainingsleistung beeinträchtigen.
Möchtest du Körperfett verlieren, ist ein Energiedefizit erforderlich. Dieses sollte allerdings so gestaltet sein, dass du deinen Körper weiterhin ausreichend mit Nährstoffen versorgst.
Mein persönlicher Grundsatz:
Keto soll zu deinem Leben passen. Nicht dein gesamtes Leben zur nächsten Mahlzeit.
Deine Muskeln sind wichtiger als die Zahl auf der Waage!
Weißt du, was ich dir mit diesem Artikel eigentlich sagen möchte?
Wir müssen endlich damit aufhören, unseren Erfolg ausschließlich in Kilogramm zu messen!
Es bringt uns herzlich wenig, wenn wir zwar fünf Kilo leichter sind, dabei aber wertvolle Muskelmasse verloren haben.
Gerade ab 40 und insbesondere in den Wechseljahren sollten wir unserem Körper ein bisserl mehr Aufmerksamkeit schenken. Und zwar nicht nur dann, wenn er uns morgens auf der Waage eine Zahl präsentiert, die uns nicht gefällt. 🤣
Eine gut zusammengestellte ketogene Ernährung kann uns dabei unterstützen, Körperfett zu reduzieren. Aber wir sollten gleichzeitig darauf achten, unsere Muskeln zu erhalten, ausreichend Nährstoffe aufzunehmen und unserem Körper die Energie zu geben, die er benötigt.
Denn unser Ziel sollte doch sein, dass wir uns auch mit 60, 70 oder 80 noch fit, kräftig und wohl in unserer Haut fühlen.
Und dafür brauchen wir unsere Muskeln!
Keto soll zu deinem Leben passen. Nicht dein gesamtes Leben zur nächsten Mahlzeit.
Fortsetzung folgt! Und zwar nächste Woche!
Jetzt wissen wir also, warum die Waage längst nicht alles verrät und weshalb unsere Muskeln gerade ab 40 so unglaublich wichtig sind.
Aber wie schaffen wir es eigentlich, diese Muskeln zu erhalten oder sogar aufzubauen?
Müssen wir jetzt alle ins Fitnessstudio? Brauchen wir eine Körperfettwaage, die uns gefühlt sogar unsere Schuhgröße ausrechnet? Und woran erkennen wir überhaupt, ob sich unser Körper tatsächlich verändert?
Genau darum geht es nächste Woche im zweiten Teil!
„Die Waage lügt nicht – Teil 2: Warum Krafttraining in den Wechseljahren dein neuer bester Freund werden könnte!“
Und keine Sorge: Du musst dafür weder zur Bodybuilderin mutieren noch täglich Gewichte stemmen. Versprochen! 😂
Und wenn die Wechseljahre gerade sowieso alles durcheinanderbringen?
Dann habe ich noch etwas für dich!
Vielleicht ernährst du dich schon seit Jahren ketogen. Du kennst deine Makros, weißt, welche Lebensmittel auf deinem Teller landen, und hast eigentlich das Gefühl, alles richtig zu machen.
Und plötzlich verändert sich dein Körper.
Der Bauch wird hartnäckiger, der Schlaf schlechter und deine bisherige Routine funktioniert irgendwie nicht mehr so wie früher.
Willkommen im hormonellen Überraschungsei! 🤣
Genau für diese Lebensphase habe ich meinen Minikurs KETO & HORMONE Keto in den Wechseljahren entwickelt.

Hier gibt es keine Keto-Grundlagen zum hundertsten Mal. Der Kurs richtet sich an Frauen, die bereits ketogen leben und verstehen möchten, was sich in den Wechseljahren verändert und wie sie ihre Ernährung und ihren Alltag sinnvoll anpassen können.
Denn wir können die Wechseljahre zwar nicht abschaffen, aber wir können lernen, besser mit den Veränderungen umzugehen.
Deine Hormone veranstalten gerade eine Party, zu der du nicht eingeladen wurdest? Dann wird es Zeit, dass du wenigstens die Spielregeln kennst! 😂















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